Weihnachten in vielen musikalischen Sprachen

Die Musikensembles des Gymnasiums Ochsenhausen hielten bei ihrem Konzert in der Klosterkirche für die zahlreichen Besucher ein vielseitiges Weihnachtsprogramm bereit.

Stimmungsvoll in Form einer Lichterprozession eröffnete der Unterstufenchor „Young Voices“ unter Leitung von Ulrike Hänle das Konzert in der barocken Klosterkirche, die einmal mehr als gelungene Kulisse solcher Ereignisse das Besondere des Abends unterstrich. Dabei setzten die jungen Sängerinnen und Sänger mit dem afrikanischen Lied „Hamba Tikale“ zumindest kulturell einen deutlichen Kontrast zum oberschwäbisch-barocken Ambiente. Gleichzeitig eröffnete der Chor den Reigen international ausgerichteter Weihnachtsliteratur. Stilistisch eher heimatlich mutete dabei schon das „Als ich bei meinen Schafen wacht“ an. Hier zeigte der Chor, dass er dynamisch durchaus variantenreich eine Echowirkung erzeugen konnte.

Das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Verena Stei und Michael Strele brachten eine Parstorella von Dominico Zipoli sowie Auszüge aus Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ zu Gehör. Gemeinsam mit dem Ober- und Mittelstufenchor und den Unterstufenschülern präsentierten die Musiker eine kleine Perle weihnachtlicher Kirchenmusik: Der Choral„Den die Hirten lobeten sehre“ – eine Übertragung eines lateinischen Hymnus, dessen Melodie Paul Gerhardt in seiner Version „Kommt und lasst uns Christum ehren“ zu einiger Berühmtheit verholfen hat, zeigte die verschiedenen Facetten der Chöre in ihrem Zusammenspiel.

Die Big Band Youngsters unter Leitung von Sonja Besler entführte die Zuhörer mit dem „En sternje skinner et natt“ nicht nur in den skandinavischen Raum, sondern holte die Weihnachtszeit aus ihren traditionell-sakralen Höhen wieder auf den Boden moderner und sehr populärer Popmusik, wurde der Titel doch 1992 zum ersten Mal aufgenommen. Das Ensemble lieferte zwar einen vollen Sound, blieb aber bei aller Rücksicht auf vorweihnachtliche Besinnlichkeit einfühlsam in Rhythmus und Dynamik. Noch jünger ist das „Baba yetu“, das Vaterunser in Swahili, das erst 2005 komponiert wurde und das der Oberstufenchor zusammen mit der Solistin Stella Scholl zu Gehör brachte. Weihnachtlich war an diesem Abend nicht nur die Musik: Samuel Storm, der frisch gekürte Schulsieger im Vorlesewettbewerb, las dem Publikum eine kleine Geschichte vor, während Sonja Besler und ihre Ensembles die Besucher mit dem gemeinsamen Lied „Fröhliche Weihnacht überall“ entließ.

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