Zwei preisgekrönte Projekte vernetzen sich zur Nachwuchsförderung

Delegation aus Dublin besucht das GO und das Schülerforschungszentrum

Der Startschuss für eine Initiative zur besseren Motivation von Kindern und Jugendlichen im Bereich der Naturwissenschaften ist gemacht. Mit dem Besuch einer Lehrergruppe aus Dublin am Gymnasium Ochsenhausen und anderen Standorten des Schülerforschungszentrums haben die Beteiligten ein Kooperationsprojekt gestartet. Dank einer Förderung durch EU-Mittel werden das Energienetzwerk des SFZ, zu dem zentral das Wasserkraftwerk auf dem Schulgelände gehört und ein international ausgezeichnetes Schülerprojekt in Dublin gemeinsame Wege in der Nachwuchsförderung gehen. Darüber hinaus wird die Kooperation dem Gymnasium Ochsenhausen einen neuen Schüleraustausch mit Irland ermöglichen.

Vor zwei Jahren konnte das Wasserkraftwerk durch das Preisgeld des renommierten „Zayed Future Energy Prize“ in Ochsenhausen gebaut werden. In diesem Jahr hatte das Belvedere College in Dublin die überzeugendste Idee. Auf den Schuldächern in Dublin ist mitten in der irischen Hauptstadt eine automatisierte Farm entstanden, die unter dem Schlagwort „urban farming“ Gemüse und Fische in einem geschlossenen Kreislauf züchtet. Nun gehen die beiden Schülerprojekte den nächsten Schritt und wollen ihre Ideen miteinander verbinden und besser zugänglich machen. „Das Ziel ist es, eine Online-Plattform zu schaffen, die beide Ideen miteinander verbindet, und den Zugang zu den beiden Projekten von überall auf der Welt einfach macht. Damit werden in verschiedenen Lernmodulen die beiden Zayed-Projekte Eingang in den regulären Unterricht finden und als Angebot dann allen Schulen zur Verfügung stehen“, sagt Nadja Titze die als Lehrerin das Wasserkraftwerk in Ochsenhausen mit betreut.

Für die Zusammenarbeit werden beide Projektideen eine Technologie zur Datenerfassung nutzen, die von Schülern und Betreuern des SFZ entwickelt worden ist. „Es freut uns sehr, dass die Arbeit von Jugendlichen und ehrenamtlichen SFZ-Betreuern nun ein Exportmodell für Dublin wird“, sagt Tobias Beck, der als Lehrer am GO und pädagogischer Leiter am SFZ arbeitet. „Die Iren waren von der Technologie beeindruckt – das ist eine tolle Anerkennung der Arbeit unserer Tüftlergruppen.“

Die Schüler am Gymnasium Ochsenhausen erwartet nun ein Schüleraustausch mit Dublin, bei dem sie nicht nur ihr Englisch verbessern können, sondern gemeinsam mit irischen Schülern die Projektidee mit Leben füllen. Im kommenden Schuljahr geht es los. Die erste Förderung über das Erasmus-Plus-Programm der EU läuft bis 2019, einen Folgeantrag haben die Beteiligten schon fest im Blick.