Ein Geheimnis in Paris

Außergewöhnliche Exkursion des Gymnasiums Ochsenhausen

Eiffelturm, Champs-Elysées, Arc de Triomphe und Sacré-Cœur – das sind die Sehenswürdigkeiten, die uns in den Sinn kommen, wenn wir an Paris denken.
Die 17-köpfige Abiturientengruppe der Französischkurse des GO begab sich auf Spurensuche in das Marais, das jüdische Viertel von Paris, um sich ein Bild von den Schauplätzen des Romans „Un secret“ („Ein Geheimnis“) von Philippe Grimbert zu machen. Die Geschichte um das verschwiegene Schicksal einer jüdischen Familie stellt das Schwerpunktthema des diesjährigen Abiturs dar.

Neben Besichtigungen der Hauptattraktionen von Paris sowie einem geführten Museumsbesuch im Louvre und einer Führung durch Notre-Dame machte den Schülern vor allem das im Programm aufgelistete „Geheimnis“ zu schaffen. Immer wieder wurde darum gerätselt.

 

Abwechslung brachten die Straßenmusikanten, die trotz klirrender Kälte an den Straßenecken und in den Métro-Stationen für das typische Pariser Flair sorgten.
Mit besorgniserregendem Blick schauten wir auf die Seine, die auf 5,80 m angestiegen war und letztlich unsere ersehnte Schifffahrt unmöglich machte.

Aber da war ja noch das „Geheimnis“, welches sich am Sonntag um 16 Uhr vor den erstarrten Gesichtern der Schüler lüftete.

Unserer Französischlehrerin, Frau Sonja Krieger-Pinnel, war es auf wundersame Weise gelungen, Philippe Grimbert, den Verfasser unserer autobiographischen Abiturlektüre „Ein Geheimnis“ für eine Privataudienz in unsere Jugendherberge einzuladen. Bisher war er uns nur aus seinen Schilderungen im Roman bekannt.
Über eine Stunde konnten wir ihn alles fragen, was uns unter den Nägeln brannte.
Wir waren sehr berührt und angetan von seiner Persönlichkeit und seiner angenehmen Art sowie seinen aufmunternden Worten. Mit einem handsignierten Exemplar unserer Lektüre und einem erweiterten Verständnis für die Handlung unseres Romans verließen wir tief beeindruckt den Saal der Fragestunde.

Auch spirituelle Welten schlossen sich uns in der französischen Metropole auf.
Einerseits geschah dies durch einen Besuch des Institut du Monde Arabe, das uns in die arabische Welt eintauchen ließ, anderseits faszinierten uns die Choräle in Sacré-Coeur auf Montmartre.

Natürlich probierten wir sowohl bei Tag als auch bei Nacht die französischen Spezialitäten in den unzähligen Pariser Bistrots und wandten unsere französischen Sprachkenntnisse bei jeder Gelegenheit an.

Mit einem unvergesslichen Erlebnis um das „Geheimnis“ verließen wir das schöne und bezaubernde Paris vier Tage später mit dem TGV.

von Vanessa Heilmann und Sonja Krieger-Pinnel