Beim Schulkonzert war für jeden etwas dabei

„Oh happy day“ sangen die drei Solisten des Mittel- und Oberstufenchors voller Begeisterung und Hingabe.

Ein buntes Programm boten die Musikensembles des Gymnasiums Ochsenhausen den Besuchern des diesjährigen Schulkonzerts.
Der Vielseitigkeit des Gebotenen waren dabei scheinbar keine Grenzen gesetzt. Zeichnet sich das Musikangebot der Schule schon dadurch aus, dass neben verschiedenen Altersstufen auch unterschiedliche Musikstile gepflegt werden, erwartete die Besucher des Konzerts eine Bandbreite, die sich von Musicals über Klassik und Gospel bis hin zu Swing- und Jazzstandards vom Feinsten erstreckt.

Den Auftakt übernahmen die Kleinen: Zuerst musizierte die „Big Band Youngstars“ unter Leitung von Sonja Walter, die rhythmisch klar akzentuiert unter anderem den Klassiker „The Lion sleeps tonight“ zu Gehör brachte. Danach gaben die jungen Chormitglieder der „Young Voices“ ein Potpourri ihres in diesem Jahr erfolgreich aufgeführten Musicals „Das Gespenst von Canterville“ zum Besten. Stimmlich präsent meisterten die Sänger ihre Partien souverän und verbanden die Musik mit kleineren Showeinlagen. Chorleiterin Sarah Baranja gelang es einmal mehr, erfolgreich an der Bühnenpräsenz der Schülerinnen und Schüler zu feilen.

Die „großen“ Sänger des Mittel- und Oberstufenchors schlugen thematisch ganz andere Töne an, wenngleich auch hier das Gebiet der Popmusik nicht verlassen wurde. Was als „geistliches Konzert“ für eine Reise nach Berlin einstudiert worden war, entpuppte sich als musikalischer Spaziergang durch die angloamerikanische Musikkultur der letzten einhundert bis einhundertfünfzig Jahre. Sonja Walter, die auch dieses Ensemble leitet, motiviert dabei ihre Schützlinge immer wieder mit Songs, die den Geschmack der Jugendlichen (und deren Eltern) vollauf trifft. Umso einfühlsamer gestaltete sich daher das „Wo die Liebe wohnt“, während der Gospel-Klassiker „Oh happy day“ den ganzen Saal zum Mitlatschen und Mitwippen animierte.

Die beiden Instrumentalensembles der Mittel- und Oberstufe rundeten das Konzertprogramm schließlich ab. Die Leiter Verena Stei und Michael Strele gaben mit Tschaikowsky, Andrew Lloyd Webber und Filmmusik von Claude-Michel Schönberg eine Kostprobe der musikalischen Flexibilität und Vielseitigkeit des „JugendSinfonieorchesters Ochsenhausen“ – übrigens eine Kooperation zwischen Gymnasium und städtischer Jugendmusikschule. Hier sollte vor allem das gelungene Oboensolo aus Tschaikowskys „Schwanensee“ erwähnt werden. Das berühmte Thema wurde äußerst eindrucksvoll und sicher präsentiert, während die Streicher mit ihrem Part den angemessenen Rahmen schufen.

Am Ende des Konzerts, das traditionell der Big Band vorbehalten ist, ging es betont jazzig zur Sache. Den explosiven Titeln wie „Hawaii Five-O Theme“ von Morton Stevens oder Lalo Schiffrins „25 to 6 to 4“ folgte am Ende mit „Tuxedo Junction“ von Erskine Hawkins ein eher ruhiger Titel. Doch ob ruhig oder fetzig, stets beeindruckte der volle Klangkörper des Ensembles, das musikalische Können der Solisten und die Präzision des Dirigenten Christian Neuburger.

So waren es unter anderem die Solisten der Ensembles, von denen am Ende des Abends aus „Schullaufbahngründen“ schwermütig Abschied genommen werden musste. Ihr Engagement wird den Lehrern in Erinnerung bleiben, so wie umgekehrt sich die Abiturientinnen und Abiturienten sicher noch lange an eine Schulzeit erinnern werden, die ihren vielseitigen musikalischen Interessen und Neigungen ein buntes Angebot bereitete.

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