Theater-AG 2012: Pygmalion

Stückbeschreibung „Pygmalion“ von Bernard Shaw

England zu einer Zeit, in der man  per Geburt zur Ober- oder Unterschicht gehörte.
Eliza trifft zufällig auf Higgins und erkennt sofort ihr lang ersehntes Glück – er würde ihr die Sprache der Oberschicht beibringen, die sie für die Arbeit in einem Blumenladen brauchen könnte. Endlich wäre Schluss mit dem mühseligen Leben von der Hand in den Mund. Higgins ist keinesfalls ein Wohltäter – ihn interessiert das Experiment, dieses ungehobelte Mädchen von der Gosse in eine Dame zu verwandeln. Er ist sich seiner Fähigkeiten so sicher, dass er mit Pickering eine Wette  abschließt – Eliza würde bei einem großen offiziellen Empfang als Dame der Oberschicht durchgehen.

Natürlich wünscht sich der Zuschauer eine märchenhafte Verwandlung der Eliza, natürlich denken wir alle an Aschenputtel und Higgins wäre dann der Prinz- und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage… Das Musical „My Fair Lady“ erfüllt uns (fast) diesen Wunsch.

In Bernhard Shaws Stück wird die Verwandlung von unangenehmen Fragen nach Elizas Verbleib nach der gewonnen Wette begleitet, oder auch von den amüsanten Zurechtweisungen von Higgins´ Verhalten. Denn irgendwie ähneln sich Higgins und Eliza sehr in ihren schlechten Manieren und ihrer ungehobelten Sprache. Und um Eliza oberschichttauglich zu machen, will ausgerechnet Higgins ihre Sprache und Manieren ändern. Dazu noch die rechte Kleidung und es gelingt, alle auf dem Empfang zu täuschen. Doch reicht es auch, um der Oberschicht anzugehören? Der romantische Zuschauer und Optimist wartet auf einen Heiratsantrag von Higgins. Und es gibt es Hoffnung durch Freddy, der sich sofort in die ursprüngliche Eliza verliebt. Wahre Liebe? Shaw lässt das Ende offen.

Wir haben unserem Publikum einen heiteren Theaterabend versprochen- diese romantische Komödie ist prädestiniert für einen märchenhaften Ausgang. So sind wir bemüht, am Ende eine akzeptable Lösung für alle Charaktere mit ihren unterschiedlichen Ambitionen und Wünschen zu finden- hypothetisch natürlich und wie gewohnt mit einem kleinen Augenzwinkern…

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