Forscher-AG besucht Forschungszentrum in Hamburg

Dass Naturwissenschaften und Mathematik schon in jungen Jahren Spaß machen können, haben 50 Jugendliche aus dem Landkreis bei einer Exkursion nach Hamburg erlebt. Im Rahmen einer Exkusion des Schülerforschungszentrums konnten sich die jungen Nachwuchswissenschaftler in Hamburg über die Arbeit des Deutschen Elektronen Synchrotrons, Deutschlands größtem Forschungszentrum, informieren und neue Eindrücke und Ideen sammeln. Vom Gymnasium Ochsenhausen, dem Wieland-Gymnasium in Biberach, der Dollinger-Realschule, der Realschule Ochsenhausen und der Karl Arnold-Schule kamen die Teilnehmer, die bei ihrer Tour über den riesigen Campus bis ins Innerste der großen Anlagen kamen und die Wissenschaftler mit Fragen löchern durften. „Es ist fantastisch, dass wir interessierten Schülern diese Möglichkeit bieten konnten“, freute sich Manfred Ott, der als SFZ-Lehrer vom Gymnasium Ochsenhausen gemeinsam mit seinem Kollegen Tobias Beck die Exkursion organisiert hatte.

Neben einem spannenden kulturellen Rahmenprogramm im Musical und dem großen Hamburger Hafen stand auch ein Besuch des Schülerforschungszentrums auf dem Programm. Dort präsentierten die Schüler Niklas Remiger, Roman Hauel und Marc Auberer ihre Forschungsprojekte, an denen sie arbeiten – eine automatisierte Feinstaub-Messstation und ein elektronisch stabilisiertes Skateboard.

Die jungen Nachwuchsingenieure ernteten Staunen und Begeisterung. „Das sind wirklich kreative Jugendliche mit sehr spannenden und hochkarätigen Ideen und Projekten“ lobte Axel Garl, der Geschäftsführer der Schüler-Initiative in Hamburg. Sie war in den letzten Jahren nach dem Vorbild der SFZ Südwürttemberg in der Hansestadt entstanden.

„Für unsere Schüler ist das wirklich eine tolle Erfahrung, die nicht nur den wissenschaftlichen Weitblick, sondern auch den schulübergreifenden Teamgeist fördert“, freute sich Markus Kühne, der als Lehrer des Wieland-Gymnasiums die Schüler mitbetreute. Gemeinsame Aktivitäten von Jugendlichen, die im Sport und in der Kultur längst üblich seien, sind in den Naturwissenschaften immer noch rar. Schon im Vorfeld war die Idee einer schulübergreifenden Exkursion des SFZ auf positive Resonanz in der Region gestoßen: „Wir sind sehr dankbar, dass wir für die Idee einer gemeinsamen Exkursion aus dem Landkreis Biberach Förderer gewinnen konnten“, sagte Tobias Beck. Das Unternehmen Vollmer sowie die Bruno-Frey-Stiftung hatten mit ihrer Unterstützung die Exkursion der jungen klugen Köpfe möglich gemacht.