GO-Kunstwerk beim diesjährigen Schulfest enthüllt
In der Schule wird bekanntlich viel geschrieben und häufig treiben die schnörkeligen Handschriften der Eleven so manchen Pädagogen in den Wahnsinn. Am Gymnasium Ochsenhausen wurde nun allerdings Handschrift als Ausdruck der ganz eigenen Individualität Teil eines Projekts: Schulsozialarbeiterin Carmen Rentsch initiierte gemeinsam mit den Kunsterzieherinnen Birgit Möhrle und Ines Schlecker das Projekt „Saxa macht Schule“. Hinter diesem Schlagwort steckt die Idee des Autors und Künstlers Sascha Lehmann alias Saxa, Lernende und Lehrende für Kunst und Handschrift sowie deren Verbildlichung zu begeistern. Dabei ist das Motiv, das sich aus vielen verschiedenen Handschriften der Jugendlichen und Kinder zusammensetzt, am Ende ein Gesamtkunstwerk. Je näher man an das Bild herangeht, desto deutlicher sind die einzelnen Schriftzüge zu erkennen. Tritt man zurück, wird das Logo der Schule „GO“ sichtbar. „Das Ergebnis passt zu unserer Botschaft und wirkt nach innen und außen“, betont Birgit Möhrle in ihrer Rede zur Einweihung des PatchArtWorks, wie man diese Form der Gestaltung in der Kunst nennt. „Gerade heute, in Zeiten digitaler Kurznachrichten, bekommt das geschriebene Wort eine besondere Bedeutung“, führt Möhrle weiter aus. Handschrift sei Ausdruck des eigenen Charakters und daher einzigartig. Das Gesamtbild drücke daher Gemeinschaft aus, die aus vielen verschiedenen Persönlichkeiten entstehe, so die Pädagogin. Beteiligt waren Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und 10. Sie fertigten Texte zum Thema Freundschaft an, die dann collagiert wurden. Auch dies ein Ausdruck der Gemeinschaft, in der sich Individuen in gegenseitigem Respekt begegnen. Ermöglicht wurde das Projekt dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren wie dem Landkreis Biberach, dessen Landrat Mario Glaser das Kunstwerk gemeinsam mit Bürgermeister Philipp Bürkle und den Kunstlehrerinnen Birgit Möhrle und Ines Schlecker enthüllte. Schulleiterin Elke Ray bedankte sich darüber hinaus bei der Bruno-Frey-Stifung, dem Energieversorger EnBW/NetzeBW, der Kreissparkasse Biberach sowie der Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach für deren finanzielles Engagement. Einen geeigneten Platz wird das Bild nun im Gebäude des GO finden. Wenn das keine Würdigung von Schülerhandschriften ist.
