Pimp our GO als gemeinsames Projekt von Schülern, Lehrern und Eltern

Die Noten sind gemacht, die sommerlichen Temperaturen steigen. Normalerweise kapitulieren Lehrer und schauen mit ihren Klassen Filme. Davon kann am Gymnasium Ochsenhausen keine Rede sein. Hier legten Schüler, Lehrer und Eltern selbst Hand an und verschönerten ihre Schule mit Pinsel, Rolle und Farbtopf. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es ist gigantisch, was für eine Leistung wir in den letzten drei Tagen des Schuljahres hier erbracht haben“, freut sich Anna-Lena Eisele. Die SMV-Verbindungslehrerin und Personalrätin hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Ina Braunmüller, Julia Junger, Stephanie Köttstorfer, Birgit Möhrle, Ines Schlecker und Nadja Titze einiges an Organisation gewuppt. Es mussten Arbeits- und Aufsichtspläne geschrieben, Farben gekauft und mit Eltern Kontakt aufgenommen werden. Nicht zuletzt standen auch die Hausmeister mit Rat und Tat zur Seite.
Birgit Möhrle und Ines Schlecker holten sich für die Farbauswahl Ideen beim Architekten und Neuropsychologen Axel Buether, der über die Wirkung von Raumgestaltung auf Wohlbefinden und Gesundheit untersuchte. „Alle Farben wurden bewusst ausgewählt, um eine wohlfühlende Atmosphäre und ein Raumklima zu schaffen, in der auch gutes Lernen möglich ist“, erklären die beiden Kunstlehrerinnen ihr Konzept.
Die von Eltern gestellten Malerutensilien ermöglichten den Start der Korridorwoche, bei der Schüler aller Erfahrungsstufen gemeinsam schliffen, abklebten und strichen. „Die Oberstufenschüler der JG1 haben uns fantastisch unterstützt: Sie leisteten nicht nur enorm viel Vorarbeit, sondern erkannten und erledigten Aufgaben auch völlig selbstständig“, freut sich Julia Junger, die als Personalrätin und Verbindungslehrerin mit ihren Kolleginnen auch ganz gezielt die Lehrer mit ins Boot holte. Der Dank der Organisatorinnen geht dabei auch an die Bäckereien Hampp und Grieser aus Ochsenhausen, die kleine Snacks für die vielen Arbeiter sponserten sowie an RINO, der die Oberstufenschüler mit einer Kugel Eis versorgte.
Da nicht alle Kinder gleichzeitig streichen konnten, erstellten die Klassen parallel Klassenkunstwerke und in Workshops entstanden Wimpelketten und Papier-Lampions für die Schulfestdeko, die für Festival-Laune sorgten. Der absolute Hingucker wurde jedoch ein Schattennetz, das die Schüler nach eigenen Mustern aus bunten Flatterbändern knüpften.
Am Dienstag vor dem Schulfest wurden dann noch die letzten Pinsel ausgewaschen und alte Folien weggeworfen. „Es war eine Punktlandung“, freut sich Ina Braunmüller. Schulleiterin Elke Ray drückte ihren Dank an die Damen in Blumen aus. „Was sie geleistet haben – und das gemeinsam mit Kollegen, Schülern und Eltern – war ein absolut tolles Gemeinschaftsprojekt.“ Und die Schüler freuen sich, dass sie nach den Ferien in die neu gestrichenen Klassenzimmer einziehen können. Aber jetzt wird erst einmal der Malerkittel ausgezogen und gegen Badehose und Bikini eingetauscht.