Junge Forscherinnen und Forscher vom GO haben in Hamburg abgeräumt
Der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Hamburg ist am langen Wochenende mit der Siegerehrung unter Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu Ende gegangen. Gleich zwei Schülerteams vom Gymnasium Ochsenhausen waren beim großen Finale herausragend erfolgreich und konnten Preise und Sonderpreise entgegennehmen.

Mit einem zweiten Platz auf Bundesebene wurde Christian Krause vom Gymnasium Ochsenhausen gemeinsam mit seiner Teampartnerin Chiara Cimino vom Otto-Hahn-Gymnasium aus Tuttlingen ausgezeichnet. Im Fachbereich Mathematik wurden die beiden für eine grundlegende mathematische Arbeit geehrt, die es schafft, einen bislang unbewiesenen mathematischen Satz auf eine neue, computergestützte Art zu belegen. Die beiden Nachwuchsmathematiker hatten ihre Arbeit am Standort Tuttlingen des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg (SFZ) durchgeführt.

Niklas Ruf und Jana Spiller, ebenfalls vom Gymnasium Ochsenhausen, wurden für ihre Entwicklung eines neuartigen Hochwasserwarnsystems im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften mit einem dritten Platz geehrt. „WarnMe“ heißt ihr System, mit dem die beiden Jugendlichen in den letzten Jahren am SFZ-Standort Ochsenhausen ein neuartiges, auf Geodaten basierendes Warnsystem entwickelt haben. Es macht die Überwachung der Pegel von kleinen Flüssen und Gewässern einfach und kostengünstig möglich, und warnt über eine App Nutzer frühzeitig vor einem drohenden Hochwasser.
Für alle Teams aus der Region gab es darüber hinaus einen der begehrten Sonderpreise. Niklas Ruf und Jana Spiller sind eingeladen, ihr Projekt im Sommer in Stockholm präsentieren. Auf dem „Stockolm Junior Water Prize“ dürfen sie mit ihrer Idee auf internationaler Ebene vorstellen und haben damit nun die Chance, noch einen weiteren Preis auf internationaler Ebene zu gewinnen.
Über einen zusätzlichen Sonderpreis der deutschen Mathematiker-Vereinigung durften sich Christian Krause und Chiara Cimino freuen. Dieser Preis für eine außergewöhnliche mathematische Arbeit ist mit 1000 Euro dotiert. Insgesamt waren in Hamburg 167 Jungforscher und Jungforscherinnen mit 112 Projekten angetreten, die sich in Regional- und Landeswettbewerben in ganz Deutschland gegen mehr als 10000 Jugendliche mit über 5500 Projekten durchgesetzt hatten. „Was mich wirklich begeistert, ist die Zukunftslust, die wir heute gesehen haben“ lobte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede. „Diese jungen Menschen hier sind eine Ermutigung für uns als ganze Gesellschaft“.